Im Jahr 2008 beging die Männerchor-Vereinigung (MCV) ihr 75-jähriges Bestehen. Ihre Ursprünge reichen zurück bis in die Anfänge des vorigen Jahrhunderts. In dieser Zeit bildeten sich im damaligen Deutschen Reich zahlreiche Männergesangvereine, und diese Singbewegung beeinflusste auch Männer in Baptistengemeinden im Bergischen und Oberbergischen Land. Es kam zur Gründung von Gemeinde-Männerchören, die sich dann im Herbst 1933 zur Männerchor-Vereinigung zusammenschlossen. Ihre Wirkung reichte weit über das Ursprungsgebiet hinaus, und in den folgenden Jahren schlossen sich in größerer Zahl Männerchöre an, die oft aus 50 und mehr Sängern bestanden.
Auch die schwierigen Jahre des Nationalsozialismus, als viele Männer als Soldaten Dienst tun mussten und eine große Anzahl von ihnen nicht überlebte, konnten diese Bewegung nicht aufhalten. Ihren Höhepunkt erlebte die MCV in den 1960-er und 1970-er Jahren; häufig traten bei Großveranstaltungen Männerchöre mit mehreren hundert Sängern auf. Selbst im geteilten Deutschland blieben die Chöre in Ost und West miteinander in Kontakt; gelegentlich konnten sogar einzelne Chöre aus der Bundesrepublik Einladungen von Gemeinden in der DDR annehmen und des öfteren mit Liedmaterial aushelfen. Die politische Wende 1989/'90 führte die bis dahin getrennten Chöre wieder zusammen.
Seither ist die Zahl der Chöre und der Chorsänger - wie in vielen anderen Chorverbänden auch - zurückgegangen. Dies hat vielfältige Gründe: Neben der Ausweitung der Freizeitangebote und der mehrfachen Beanspruchung der Männer im Beruf, in der Gemeindearbeit und in anderen Bereichen spielt manchmal der Mangel an neuen, jüngeren Sängern eine Rolle. Deshalb bemüht sich die MCV seit geraumer Zeit um Neuentwicklung des Liedgutes unter Einbeziehung zeitgemäßer stilistischer und textlicher Elemente (Neues Geistliches Lied, Gospel usw.), was entsprechendes Üben und Schulung erfordert. In diesem Zusammenhang kann auch die stärkere Einbindung von Instrumentalbegleitung beim Liedvortrag gesehen werden. Häufig haben in den letzten Jahrzehnten fachlich begabte oder ausgebildete Männer wie

Horstdie Musik der MCV geprägt. Gern arbeiten wir bei besonderen Anlässen mit anderen Chorverbänden zusammen, vor allem mit dem Arbeitskreis
Männerchöre des
Christlichen
Nach wie vor sind Grundlage der Männerchorarbeit die Aufgaben in der Ortsgemeinde und ihrem Umfeld:
je nach örtlicher Situation und Befinden des Chores. Immer geht es hauptsächlich darum, im Lied die Frohe Botschaft von Jesus Christus als Zentrum des Glaubens weiterzugeben und damit die Gemeinschaft der Christen zu fördern. Ansprechpartner im jeweiligen Chor sind der ehrenamtliche Vorsitzende, auch Obmann genannt, und die/der Chorleiter(in).
Für überörtliche Absprachen und Einsätze haben manche Chöre regionale Kreise gebildet, die ihre Angelegenheiten und Aufgaben eigenverantwortlich regeln. Darüber hinaus formiert sich auf freiwilliger Basis aus Sängern der Mitgliedschöre und Einzelmitgliedern der MCV bis zu zweimal jährlich ein Projektchor. Dieser ist dann auf Einladung von Gemeinden oder Einrichtungen über mehrere Tage in einer meist größeren Region in Deutschland oder im europäischen Ausland gemeinsam mit den Christen vor Ort tätig, um Menschen mit Gottes befreiender und Sinn gebender Botschaft bekannt zu machen. Berichte darüber sind gelegentlich in den Medien zu finden.
Die jährliche Delegiertenversammlung aus Vertretern der Mitgliedschöre und den immer zahlreicheren Einzelmitgliedern erörtert organisatorische Fragen und Planungen. Alle zwei Jahre wird sie zum Bundesmännerchortag erweitert. Alle vier Jahre wählt sie den Vorstand, der ehrenamtlich die MCV leitet. Ein mehrmals im Jahr erscheinender Rundbrief dient der Kommunikation und Information innerhalb der MCV; auch interessierte Nichtmitglieder können ihn auf Anfrage beim 1. Vorsitzenden beziehen. Die MCV finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Innerhalb des
Bundes
BEFG.
Zur Startseite der Männerchor-Vereinigung unter www.mcv-web.de