Ehemalige Neuigkeiten aus der MCV Deutschland

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Rundbrief Nr. 60

Rundbrief Nr. 60

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Rundbrief Nr. 59

Rundbrief Nr. 59

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30 Jahre Männerchor-Freizeit im Norden

3. bis 5. Februar 2017 in externer Link Potshausen

Das diesjährige Männerchor-Wochenende in externer Link Potshausen war ein besonderes Ereignis mit viel Grund zur Dankbarkeit. Zum 30. Mal in Folge trafen sich Männerchorsänger im hohen Norden zu dieser Freizeit (auch Seminar oder Workshop genannt). Der Initiator der ersten dieser Treffen, Heinz-Gerhard Diekmann, Westerstede, gab einen kurzen Überblick über deren Geschichte. Im Lauf der Jahre musste, zumeist aus Kapazitätsgründen, der Ort mehrmals gewechselt werden: Zunächst im damaligen Freizeitheim "Unser Haus" in Norden (Ostfriesland) beheimatet, anschließend in Oese bei Bremervörde, dann im damaligen Stift Falkenburg bei Bremen und schließlich im externer Link Evangelischen Bildungszentrum Potshausen bei Leer, hatte sich das Wochenende von einem Treffen der interner Link Männerchöre interner Link Westerstede und interner Link Oldenburg zu einem Anziehungspunkt für Sänger weit über die Region hinaus entwickelt. Entsprechend gewachsen ist damit auch die Teilnehmerzahl.

Potshausen 2017 - fast alle Teilnehmer

In diesem Jahr fanden fast 70 Sänger, einige zum ersten Mal, den Weg nach Ostfriesland: Schleswig-Holstein, Hamburg, Thüringen, Niedersachsen, NRW, Hessen und Berlin waren vertreten. Einige Teilnehmer waren von Anfang an dabei, für sie war es ebenso ein kleines "Jubiläum". An dieser Entwicklung lässt sich allerdings auch ein wenig das fortgeschrittene Alter etlicher Sänger ablesen.

Henning Worreschk
Potshausen 2017 - Chorprobe

Darum war das Liedrepertoire dieses Jahres, das Henning Worreschk, Geesthacht, als Gastdirigent ausgewählt hatte, für manche eine Herausforderung, was die stimmliche und insgesamt physische Kondition betraf. Aber dank der einfühlsamen und motivierenden musikalischen Führung durch den Dirigenten - übrigens auch für ihn eine "Premiere", einen Männerchor zu leiten - konnten alle geplanten 12 Stücke erarbeitet werden, teilweise gewissermaßen "vortragsreif". Das Spektrum reichte vom schlichten vierstimmigen Choralsatz bis hin zur anspruchsvollen kleinen Motette. Den allermeisten Sängern waren die Stücke vorher nicht geläufig.

Leeraner Miniaturland

Dass so viele immer wieder den Weg in den hohen Norden finden, hat auch mit der persönlichen Bindung untereinander und der daraus entstandenen geistlich-brüderlichen Gemeinschaft zu tun. Diese fand ihren Ausdruck nicht nur im gemütlichen Beisammensein am Abend, sondern als Höhepunkt auch in dem Gottesdienst, den wir gemeinsam gefeiert haben und in dem Henning Worreschk die Predigt hielt. Gott sagt Noah - und damit auch uns als Nachkommen - seine Bewahrung und Treue zu (mit dem Bogen am Himmel als Zeichen) und beauftragt uns mit der Fürsorge für unsere Erde und die Menschen.

Im nächsten Frühjahr soll die Männerchor-Freizeit fortgesetzt werden. Die Einladung gilt auch solchen, die noch nie dabei waren, unabhängig davon, ob sie zu einem interner Link Chor gehören; wichtig ist die Freude am gemeinsamen Singen. Den Termin 2. bis 4. Februar 2018 darf "Mann" sich gern vormerken.

Bericht: Hans-Ulrich Ambacher, Melsungen

Fotos: Männerchor-Vereinigung

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Rundbrief Nr. 58

Rundbrief Nr. 58

mit Beschlussvorlage zur Ergänzung der Ordnung der MCV

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Rundbrief Nr. 57

Rundbrief Nr. 57

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80 Jahre interner Link Männerchor Bochum

Jubiläumsfeier und Dienstende am 17. April 2016

Mit einer Jubiläumsfeier in der externer Link Immanuelskirche Bochum beging der dortige interner Link Männerchor sein 80-jähriges Bestehen. Der musikalische Festgottesdienst stand unter dem Motto "Ich will den Herrn loben, solange ich bin". Beim Vortragen der insgesamt neun Chorlieder bekamen die Sänger Verstärkung und kräftige Unterstützung durch den interner Link Männerchor Dhünn.

Die Festschrift zu diesem besonderen Anlass schließt mit folgenden Worten:

Mit diesem Männerchor-Gottesdienst stellt der interner Link Männerchor der externer Link Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bochum-Hermannshöhe seinen Dienst ein. Wir danken unserem Gott für alle Segnungen, die wir mit der Gemeinde und wir als Chor erleben durften. Danke, treuer Gott!

Und der langjährige interner Link Chorobmann Gerhard Staschullo fügt rückblickend hinzu:

Der 17. April 2016 war ein denkwürdiger Tag für unseren interner Link Chor. Wie eine Münze hatte er zwei Seiten.

Auf der einen Seite stand Dank für 80 Jahre Dienst in der externer Link Gemeinde und darüber hinaus sowie für Bewahrung auf zigtausend gefahrenen Kilometern bei Einsätzen in ganz Deutschland, auch Dank dafür, dass es immer wieder, wenn auch unter großen Mühen, mal gut, mal weniger gut mit unseren Singdiensten in den Gottesdiensten der Gemeinde geklappt hat.

Aber nun wurde es einfach Zeit. Ein Drittel der Brüder ist über 80 Jahre alt. Es zeigen sich immer mehr ernstzunehmende Probleme mit der eigenen Gesundheit auch bei den unter 80-jährigen. Und unser Dirigent leidet unter ständigen Schmerzen. So reifte bei uns Sängern der Entschluss, mit der Feier des 80. Chorjubiläums die Arbeit als Gemeindechor einzustellen.

Schenke es uns unser Herr, dass wir Gott loben, so lange wir leben.

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Auf in den Norden!

Männerchor-Singfreizeit 2016 in externer Link Potshausen

Am ersten Februar-Wochenende trafen sich 62 sangeslustige Teilnehmer zur alljährlichen Freizeit des interner Link Oldenburger Männerchores. Chorsänger, Chorleiter und auch solche, die sonst in keinem Männerchor regelmäßig aktiv sind, waren nicht nur aus dem nordwestdeutschen Raum angereist. Das Einzugsgebiet dieses seit Jahrzehnten stattfindenden Ereignisses reichte diesmal bis ins Bergische Land und Ruhrgebiet sowie nach Nordhessen; sogar aus dem thüringischen Schmalkalden und aus Berlin hatten sich Sänger auf den Weg gemacht.

Speisesaal

Zum wiederholten Mal in Folge erwies das externer Link Evangelische Bildungszentrum Ostfriesland-Potshausen, Ostrhauderfehn, sich als geeignete Tagungsstätte.

Probe

Unter der musikalischen Leitung von interner Link Tammo Buttjes, am Klavier begleitet durch Bertram Arendt, beide aus interner Link Oldenburg, galt es für den Tagungschor, Lieder aus dem Angebot sowohl des externer Link Christlichen Sängerbundes als auch der Männerchor-Vereinigung neu einzustudieren oder wieder aufzufrischen. Gerade letzteres bedeutete für viele Sänger, auf manche interpretatorische Gewohnheit zu verzichten. Souverän und geduldig formte der Chorleiter aus der bunt zusammengesetzten Wochenendgemeinschaft in wenigen intensiven Stunden einen harmonischen Männerchor.

Der Samstagnachmittag bot Gelegenheit zu zwei Betriebsbesichtigungen. Zunächst fuhren einige Interessierte nach Uplengen zur externer Link Orgelbaufirma Martin ter Haseborg.

Orgelbau Martin ter Haseborg

Darüber berichtet der Teilnehmer HGD:

Herr ter Haseborg erklärte uns in verständlicher Art eine selbstgebaute Truhenorgel und eine sogenannte Arbeitsorgel. Fast alle Teile der Orgeln werden dort in der Werkstatt hergestellt, so auch die Pfeifen, die aus einer Zinn-Blei-Legierung gefertigt werden. Wir waren von der handwerklichen Kunst aus bester Materialqualität sehr beeindruckt. Durch Aufnahmen erhielten wir einen Eindruck von den gefertigten Orgeln. Die größte gebaute Orgel steht in der Konzerthalle in Pärnu / Estland.

Und der Teilnehmer UT fügt hinzu: [...]

Ich bin jetzt so begeistert vom Orgelbau, dass ich in Zukunft mehr Orgelmusik hören möchte.

Bäckerei Ripken

Im nahen Augustfehn fanden sich viele Sänger zum Besuch der externer Link Holzofenbäckerei Ripken zusammen. Nachdem der Meister Jörg Ripken die besonderen Vorzüge seiner Handwerkskunst dargelegt hatte, nutzten einige Sänger die Gelegenheit, ihr eigenes Brot zu formen, das dann bei 450 °C im holzbefeuerten Ofen verschwand und nach einer Tasse Tee oder Kaffee und einigen leckeren Stückchen Kuchen warm und schmackhaft duftend mitgenommen werden durfte.

Gut ausgearbeitete und ansprechende Andachten von unterschiedlichen Teilnehmern eröffneten und beendeten jeweils das offizielle Tagesprogramm und führten so immer wieder in die geistliche Besinnung.

Alte Schmiede

Echte Höhepunkte beider Tage waren die offenen Abende in der "Alten Schmiede", einer rustikal-gemütlichen Party-Lokalität auf dem Gelände des externer Link Bildungszentrums. Dort saß man bei diversen Kaltgetränken und Knabbereien und sprach miteinander über vieles, was einen erfreute oder auch bedrückte. Wenn einige Männer um 1 Uhr in der Nacht vereinbaren, ein Gespräch nach spätestens 10 Minuten zu beenden und dieses dann doch noch zwei Stunden dauert, weil man einen so wichtigen Austausch ja nicht einfach abbrechen könne, zeigt dies, dass solch eine Freizeit weit mehr bietet als das, was das reichhaltige Programm bereits vorgesehen hat.

EFG Moormerland - Einsingen

Am Sonntag begab die Freizeitgruppe sich nach Veenhusen. In der dortigen externer Link Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Moormerland gestaltete der stattliche Männerchor den Gottesdienst mit, indem er fünf der insgesamt etwa 10 einstudierten Lieder vortrug. Gelegentlich quittierte die Gemeinde den Gesang dankbar mit kräftigem Applaus. Nach einem nahrhaften Mittagessen traten die Freizeitteilnehmer bei herrlichem Sonnenschein die Heimreise an - mehr oder weniger erschöpft und doch in mancherlei Weise gestärkt und ermutigt.

Potshausen 2016 - die Teilnehmer

Neben den schönen gemeinschaftlichen Erlebnissen und wertvollen Begegnungen sowie vielleicht dem einen oder anderen gelernten Lied bleibt allen eines ganz sicher in Erinnerung, nämlich der Termin der nächsten offenen Singfreizeit des interner Link Männerchores Oldenburg: 3.-5.2.2017 wieder in externer Link Potshausen.

Bericht: GW, MCV-Öffentlichkeitsreferent

Fotos: Männerchor-Vereinigung

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Rundbrief Nr. 56

Rundbrief Nr. 56

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MCV unter neuer Leitung

Veränderungen im Vorstand

Im Rahmen der Delegierten-Versammlung Ende September 2015 in Derschlag fand eine Nachwahl zum Vorstand statt.

Diese war erforderlich geworden, nachdem bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen im Jahr 2014 in Schmalkalden weder für den 1. Vorsitzenden noch für den Missionsbeauftragten ein Nachfolger gefunden worden war. Sowohl Hans-Ulrich Ambacher als auch Reinhold Kühme hatten sich daraufhin bereit erklärt, ein weiteres Jahr lang kommissarisch im Vorstand mitzuarbeiten und waren daraufhin in ihren Ämtern bestätigt worden.

Kühme, Lorenz, Ambacher

Foto: MCV

Aus der Nachwahl ging nun erneut kein Missionsbeauftragter hervor. Das Amt bleibt daher unbesetzt, nachdem Reinhold Kühme es 5 Jahre lang bekleidet hat.

Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Peter Lorenz gewählt, der Hans-Ulrich Ambacher nach nunmehr 11 Jahren in dem Amt ablöst.

Auf den Vorstand in seiner neuen Zusammensetzung warten bereits konkrete Aufgaben, nachdem die Delegierten-Versammlung ihn beauftragt hat, strukturelle Anpassungen der MCV vorzubereiten.

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Rundbrief Nr. 55

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Rundbrief Nr. 54

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Rundbrief Nr. 53

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Rundbrief Nr. 52

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Rundbrief Nr. 51

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Fotos erzählen Geschichten

Männerchor-Einsatz 1950 in München-Gladbach

Wertvolle Erfahrungen wie das Singen im Chor schaffen bleibende Erinnerungen. Dies bestätigt ein Artikel im Gemeindebrief der externer Link Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptistengemeinde) Wetter-Grundschöttel, Ausgabe 02/14. Darin schreibt Siegfried Elsche:

Das abgebildete Foto stammt vom ersten Einsatz des Männerchores bei der Zeltmission, und zwar in München-Gladbach (heute Mönchengladbach) im Juni 1950. Das Zelt stand auf einem größeren Sportplatz nahe einem berüchtigten Stadtviertel.

Männerchor Grundschöttel in München-Gladbach

Wir waren ein Chor von 21 bis 25 Brüdern aus allen Altersgruppen. Der älteste war gerade mal 67 Jahre und der jüngste 19 Jahre alt. Wir hatten aber eine ganz tolle Gemeinschaft. Während der gesamten Zeit haben wir in einem neuen Anbau einer Kinder-Krankenanstalt geschlafen mit dem Namen "Hephata" ("tu dich auf"). Und über dem Eingang stand in großen Lettern "Idioten-Anstalt". Da passten wir natürlich hin.

Schon auf der Hinfahrt mit der Bahn - wir hatten ja alle noch keine Autos - gab es viel zu lachen. Einer unser jungen Brüder, damals gerade 28 Jahre alt, antwortete auf die Frage des Fahrkarten-Kontrolleurs (der annahm, wir wären Fußballfans): "Gegen wen spielt ihr denn?", sofort ganz prompt "gegen Satan 07"! Das gab natürlich Gelächter.

Wir haben in den Straßen gesungen und zur Evangelisation eingeladen. Damals waren die Menschen ja noch eher ansprechbar als heute. Und als Wache hatten wir zum Teil kühle Nächte zu überstehen.

Von den abgebildeten Sängern leben heute nur noch drei. [...]

Foto: Siegfried Elsche


Die Wiedergabe auf dieser Seite erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors sowie der Redaktion des Gemeindebriefes der externer Link Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Baptistengemeinde) Wetter-Grundschöttel.

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Rundbrief Nr. 50

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Rundbrief Nr. 49

Rundbrief Nr. 49

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Rundbrief Nr. 48

Rundbrief Nr. 48

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Mein Debüt im Männerchor

Ein persönlicher Erlebnisbericht

Es ist meine persönliche Premiere. In Chören habe ich schon oft mitgesungen, stets verbindlich und mit großer Regelmäßigkeit seit dem jugendlichen Alter von 16 Jahren. Seinerzeit erlöste R.V., der Chorleiter des Jugendchores meiner damaligen Gemeinde HA, mich vom schweren Schicksal des Nicht-im-Chor-Singens, indem er mich einfach ansprach und einlud. Seither singe ich mit großer Freude und Hingabe - insbesondere dann, wenn der Chor mit seinem Gesang den Zuhörern die befreiende und Sinn gebende Botschaft von Jesus Christus nahebringt. Aber nun erlebe ich mich in einer ganz neuen Situation. Erstmals mache ich mich außerhalb der jährlichen MCV-Delegiertenversammlungen auf den Weg, um in einem Männerchor mitzusingen.

Die Gemeinde, der ich angehöre, hat keinen eigenen Chor. Dieses nicht unwesentliche Stück musikalischer Kultur in (frei)kirchlichen Gottesdiensten war bei uns nie in regelmäßiger Form vorhanden. Daher vermisste man es auch kaum - aber ein wenig gelegentlich doch. So kam man im Herbst 2012 auf die Idee, nach mehreren Jahren mal wieder den Männerchor aus BO einzuladen, unseren Gottesdienst in HE musikalisch mitzugestalten. Und der Chor nahm diese Einladung gern an.

Nicht vor dem Frühjahr 2013 sollte es sein; man wollte erstmal die Zeit witterungsbedingt widriger Straßenverhältnisse versteichen lassen. Wer konnte ahnen, dass sich das Winterwetter bis in den April hinziehen würde? So legte man den dritten Sonntag im März fest; an dem Vormittag würde der Chor frei sein von Verpflichtungen in der eigenen Gemeinde. Nebenbei traf es sich ausgezeichnet, dass die HE'er Gemeinde M.E. als Gastprediger verpflichtet hatte. Der Pastor im (Un-)Ruhestand war z.B. im Jahr 2012 mit dem Projekt-Männerchor der MCV auf Missionsreise in der Bodensee-Region unterwegs gewesen. Daher war eines klar: Die Chemie zwischen Redner und Chor würde auf jeden Fall stimmen.

Zusammen mit K.D.K., mit dem ich seit langem freundschaftlich verbunden bin und der jahrelang in der Nachbargemeinde in HA im Männerchor bis zu dessen Auflösung aktiv gewesen war, beschloss ich, den Chor bei seinem Einsatz in HE zu verstärken. Unsere Ankündigung löste in BO helle Begeisterung aus, wie mir der Obmann G.S. zu verstehen gab, der im Vorfeld des geplanten Einsatzes bei allen organisatorischen Abstimmungen mein Ansprechpartner war.

Am Abend des 11. März machen K.D.K. und ich uns auf den Weg zur allmontäglich stattfindenden Probe des BO'er Männerchores. Nach behutsamer Fahrt im Schneetreiben über zum Teil spiegelglatte Straßen erleben wir bei unseren Sangesbrüdern einen warmherzigen Empfang. J.B. ist mir gut bekannt. Er ist hier seit einigen Monaten vertretungsweise als Pianist aktiv. Früher leitete er den Männerchor in DO. Von der immer mehr um sich greifenden Auflösung der Chöre in unseren Gemeinden scheinen Mönnerchöre besonders stark betroffen zu sein. Wie lassen sich (insbesondere junge) Menschen für das Singen im Chor begeistern?

Mein freundlicher Sitznachbar in der zweiten Reihe erweist sich mir leider nur bedingt als gesangliche Hilfe. Ich erfahre, dass er selbst noch ziemlich ungeübt im 2. Tenor sei - er habe erst vor kurzem vom 1. Bass gewechselt. Das verstehe ich, aber eines ist klar: Heute abend passen wir beiden musikalisch nicht zusammen. Nach einem raschen Platztausch dringt die erfahrene Stimme eines etwas älteren, aber nicht minder freundlichen Chorsängers in mein linkes Ohr. Das Lernen der Lieder funktioniert, und in mir wächst die Hoffnung auf gutes Gelingen.

Schneller, als er selbst erwartet hat, ist der Chorleiter J.K. mit seinen sechs für den Einsatz in HE vorgesehenen Liedern fertig. Mahnende Worte zur gesanglichen Interpretation der Lieder beenden das heutige Pflichtprogramm. Der Obmann verteilt Wegbeschreibungen und nimmt letzte organisatorische Feinabstimmungen vor. Auch macht ein Stapel von Kopien des diesjährigen Gebetsbriefes der MCV die Runde, ebenso ein nicht gerade kleiner Behälter mit Süßigkeiten. Letzteres sei übliche Praxis, eine Spezialität des Hauses sozusagen. Ich nehme es wohlwollend zur Kenntnis, aber verzichte dankend - ich muss ja noch fahren.

Zwei Chorsänger, die kürzlich Geburtstag hatten, dürfen sich jeweils ein Lied wünschen. Notenbücher - eines davon offensichtlich in fortgeschrittenem Alter - werden verteilt. Der Chor singt zwei herrlich schnulzige Lieder, deren Texte ein tiefes Vertrauenverhältnis zu unserem treuen Gott zum Ausdruck bringen.

Männerchor Bochum am 17.3.2013 in Herdecke - Chor

Eine geistliche Wortbetrachtung von G.S. unter Bezug auf das Lied "Wer auf Gott vertraut" mündet in ein Gebet. Fürbittend bedacht werden dabei auch die Pianistin und ein Mitsänger, die beide ernsthaft erkrankt sind. Männerchor in der Gemeinde ist eben weit mehr als nur das gemeinsame Singen.

Gern gestattet man mir, die Noten leihweise mit nach Hause zu nehmen - besser heimlich als gar nicht üben. Nach anderthalb Stunden Chorprobe und vielen netten Begegnungen geht es über zwischenzeitlich weitgehend geräumte und bestreute Straßen wieder nach Hause.

Am nächsten Morgen erwache ich mit musikalischem Ohrwurm; eines der beiden Geburtstagslieder verfolgt mich bis zum Frühstück. Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass viele Sänger, wenn sie einmal dabei sind, jahre- oder jahrzehntelang ihrem Männerchor treu bleiben.

Am Sonntag, dem 17. März, wird schnell klar, dass wir gut daran getan haben, im Gottesdienstraum etliche Stühle zusätzlich aufzustellen. Bis 30 Minuten vor Gottesdienstbeginn ist der Chor nahezu vollzählig bei uns in HE eingetroffen. Einschließlich zweier weiterer "Gastarbeiter" sind etwa 20 Sänger bereit, sich einzusingen. Dies scheint auch dringend nötig zu sein. Morgenstund' hat Gold vielleicht am Zahn, aber offenbar nicht in der Kehle.

Weil die Gemeinde zwei Chorlieder mitsingen soll, wird die Liederfolge ein wenig umgestellt. Nachdem alle Lieder kurz nochmal angesungen worden sind und man sich bei einem Lied auf den in den Noten dokumentierten Ablauf festgelegt hat, stellt sich eine erwartungsvolle Spannung ein.

Männerchor Bochum am 17.3.2013 in Herdecke - Gottesdienst-Versammlung

Der Saal ist nun richtig gut gefüllt. Natürlich sind auch Angehörige einiger Sänger mitgekommen. Aber manche Gäste aus dem Ort und der Umgebung haben sich extra wegen des Chores auf den Weg gemacht - gerade für uns als kleinere Gemeinde ein sehr willkommener Nebeneffekt. Gegen drohenden Sauerstoffmangel ist ein wirksames Mittel schnell gefunden. Zu jedem Lied des Chores werden Fenster geöffnet. Die Nachbarschaft soll ja auch etwas vom Chorgesang haben.

Männerchor Bochum am 17.3.2013 in Herdecke - Tenor
Männerchor Bochum am 17.3.2013 in Herdecke - Bass

Mit "Gott hat meinen Mund (... mit einem neuen Lied gefüllt)" beginnt der erweiterte BO'er Männerchor den Gottesdienst. Und ich bin froh, im Chor stehen und mitsingen zu dürfen. In der Reihe sitzend könnte ich ohnehin nur schwer die Klappe halten. Wenn gesungen wird, muss ich einfach mit einstimmen. Jetzt, da ich die Töne gelernt und den Text vor Augen habe, gelingt mir das natürlich besser, als wenn ich die passenden Töne heraushören und die Worte von den Lippen der Sänger ablesen müsste. Es war also die richtige Entscheidung, mich bei den Sängern mit einzureihen.

Der junge B.L., der heute unseren Gottesdienst leitet und moderiert, bat mich in der Vorbereitung, in Form eines Interviews den Chor vorzustellen. Gern habe ich eingewilligt. Mein Wunsch-Interviewpartner G.S., der Obmann des Chores, hat bereitwillig zugesagt. Jetzt darf ich ihm meine Fragen stellen. Mit kernigen und erfrischenden, oft auch erheiternden Worten gelingt es ihm, uns alle ein wenig mit hineinzunehmen in die mehr als 75-jährige Geschichte des Chores und dessen Freude an dem Anliegen, Jesus Christus den Menschen bekannt zu machen.

Männerchor Bochum am 17.3.2013 in Herdecke - Matthias Ekelmann

Die Lieder "Auf dem Weg ins Himmelreich" und "Vater, ich will dich preisen", letztgenanntes gemeinsam mit der Gemeinde gesungen, leiten über zur Predigt. M.E. spricht über externer Link Lukas Kapitel 22 Verse 31-34 und ermuntert zu einem Leben mit Jesus Christus.

Letzteres tun auch die weiteren Chorlieder "Ich lobe dich und danke dir" sowie "Dem Herrn und Schöpfer". Zum Abschluss des Gottesdienstes singt der Chor zusammen mit der Gemeinde "Friede mit euch".

Es mag sein, dass der Gottesdienst ein paar Minuten länger als sonst üblicherweise gedauert hat. Damit hatten wir in der Vorbereitung jedenfalls gerechnet. Aber ich schaue nicht auf die Uhr und die meisten anderen wohl ebenfalls nicht - warum auch?

Der Mitsänger T.S., dessen Kamera mitsamt Stativ schon den ganzen Vormittag im Einsatz ist, macht noch ein paar Fotos vom Chor.

Den geliehenen Notenhefter gebe ich dankend zurück. Nach und nach verlassen die Sänger den Ort des schönen Geschehens. Von der anfänglichen Anspannung ist nichts geblieben. Mit verschmitztem Gesichtsausdruck wirft der Chorleiter J.K. mir beim Abschied ein "Na dann bis morgen!" entgegen. Natürlich wird er nicht ernsthaft mit mir rechnen. Aber es ist schön zu wissen: In dem Männerchor bin ich willkommen!

Bericht: GW, MCV-Öffentlichkeitsreferent

Fotos: MC BO

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Rundbrief Nr. 47

Rundbrief Nr. 47

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Lesetipp

Artikel "Wer singt, ist glücklicher und gesünder"

Auf der Seite externer Link www.oncken-stiftung.de/news/index.php?id=410 berichtet Klaus Rösler über eine Tagung in Marburg unter dem Leitthema "Liedgut und Musik in der Geschichte der Freikirchen". Dabei geht es auch um den Stellenwert des Chorgesangs im Gottesdienst.

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Projektchor-Tournee 2012

19. bis 30. September in Süddeutschland und der Schweiz

"Ein Bus - fünf Gemeinden - über 30 Sänger"

... So könnte man schlagwortartig die 12-tägige Reise des MCV-Projektchores kennzeichnen, der bis zum letzten Septembertag in Süddeutschland und der Schweiz unterwegs war. So viel vorab: Es war für alle Beteiligten eine erlebnisreiche und eindrucksvolle Zeit.

MCV-Projekt-Männerchor 2012 in Feuchtwangen

Unser Ziel war es, die gastgebenden Gemeinden in ihrem missionarischen Auftrag zu unterstützen. Da es sich fast ausschließlich um recht kleine Gemeinden handelte, waren wir durchweg beeindruckt von der Einsatzbereitschaft und der Mühe, die sich die Geschwister für unseren Empfang und auch schon bei der Vorbereitung gemacht hatten, diese Stunden liebevoll zu gestalten und mit ihren ganz unterschiedlichen Möglichkeiten den Auftritt zu einem besonderen Ereignis werden zu lassen. Das reichte von dem Opfer an Zeit und Kräften für die Betreuung und Versorgung des Chores über gut geplante Stadtführungen an den jeweiligen Orten bis hin zu einer großzügigen anonymen Spende an den Chor, um ihm eine Fährüberfahrt über den Bodensee zur Zeitersparnis zu ermöglichen.

MCV-Projekt-Männerchor 2012 in Ravensburg

Es begann in externer Link Feuchtwangen (Mittelfranken), wo wir in der Stadthalle den Konzertabend mit Liedvorträgen und der Verkündigung von Gunnar Bremer durchführten. In diesen ersten Tagen hatten wir für unsere Gruppe ein freundliches Quartier im Ev. Bildungszentrum Hesselberg in Mittelfranken gefunden. Die anschließende Unterkunft war das katholische St. Theresienheim der Steyler Missionsschwestern, deren geistliche Nähe wir spüren konnten und die sich intensiv und herzlich um unsere Belange kümmerten. Das Haus befand sich ganz in der Nähe des Bodensees, von wo aus wir mit dem Bus in "Sternfahrten" die anderen Orte gut erreichen konnten:

MCV-Projekt-Männerchor 2012 in Friedrichshafen

Zunächst waren wir in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde externer Link Ravensburg zu Gast, danach in den Gemeinden externer Link Friedrichshafen und externer Link Konstanz und schließlich an den letzten Tagen in der externer Link Baptistengemeinde Sankt Gallen. An diesen Einsatzorten standen für die Verkündigungsdienste zuerst Matthias Ekelmann und anschließend externer Link Jörg Swoboda zur Verfügung.

Karte MCV-Tour 2012 mit Reisestationen Männerchor der Fränkischen Volksmission Männerchor Urbach Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Feuchtwangen Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Ravensburg Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Friedrichshafen Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Konstanz Baptisten-Gemeinde Sankt Gallen
Stadtbummel in St. Gallen

Überall hatten die Gemeinden mit lokaler Werbung auf uns aufmerksam gemacht und eingeladen, und wir durften vor unterschiedlich großer Zuhörerschaft unseren Singdienst tun. Eine besondere Erfahrung war das Singen im Freien in der Innenstadt von St. Gallen bei zeitweise sehr heftigem Regen, das Ganze - gemäß den Vorgaben der Stadtverwaltung - ohne Instrumente oder technische Verstärker. Trotzdem war auch hier wie sonst immer in den Gemeindezentren eine gewisse Anzahl von Gästen oder gemeindefremden Personen anwesend. Eine der kleineren Gemeinden freute sich: "Wir hatten mindestens 10 Besucher da, die uns völlig unbekannt waren." Den stärksten Beifall erhielt der Chor für die Liedvorträge in ausgeprägt rhythmischem Stil, der auch durch die Klavier- bzw. Keyboardbegleitung unterstrichen wurde, z.B. bei

MCV-Projektchor 2012 mit Jörg Swoboda in St. Gallen

Dafür waren nacheinander die jungen Pianisten J. W. (Remscheid) und Andreas Reimann (Magdeburg) aktiv. Beide harmonierten auch sehr gut mit der Querflöte, die von Dr. Andrea Wiedner (Herford) gespielt wurde. Die Musikbeiträge und die Predigtspots der Pastoren ergänzten einander bei der Einladung zum Glauben.

MCV-Projektchor-Sänger in Friedrichshafen

Nicht zuletzt spielte auch die gute geistliche Gemeinschaft der Gesamtgruppe (einige Sänger wurden von ihren Ehefrauen begleitet) eine tragende Rolle, selbst wenn es zwischendurch immer wieder zu einzelnen personellen Wechseln kam, da manche Sänger nur tageweise oder an einer der beiden Etappen teilnehmen konnten. Das wiederum stellte bei den Proben und dann den Vorträgen eine Herausforderung an unseren Bundesdirigenten Frank Schoeneich dar, unter dessen Leitung das gesamte musikalische Programm stand. Er hat es verstanden, durch konsequentes Üben und motivierende Hinweise den Chor zu einer Einheit zu formen, obwohl dieser sich noch nie zuvor in dieser Zusammensetzung getroffen hatte. Die Sänger stammten aus vielen verschiedenen Regionen Deutschlands. Einige waren erstmalig dabei, manche anderen kamen als "alte Hasen" dazu. Einer der Teilnehmer formulierte es so: "Diesen Chor hat Gott zusammengestellt." Aber wir alle wussten um den Auftrag, den Gott uns gegeben hatte. Dafür hat jeder seinen Beitrag in Form von Energie, Zeit und Reisekosten eingebracht.

unterwegs im Reisebus

Zur guten Stimmung in der Gemeinschaft trugen auch die Erholungsphasen bei mit Stadtrundgängen, einer Ausflugsfahrt mit unserem Bus in die Nordostschweiz (durchs Appenzeller Land zum Säntis) oder Besuchen in Orten der schönen Bodenseeregion. Für die meisten waren diese Tage trotz mancher Anstrengung sicher eine Erfahrung, die sie gern wiederholen würden. - Auch in Zukunft darf jede Gemeinde oder Einrichtung also den Projekt-Männerchor zu einem Einsatz bei sich einladen.

... berichtet Hans-Ulrich Ambacher, 1. Vorsitzender der MCV.

Zwei weitere Teilnehmer, Kurt Pflug aus Porta Westfalica sowie Reinhold Kühme, fassen das Erlebte zusammen mit dem Liedtext-Zitat "Großes hat ER getan". Sie kommen zu dem Fazit:

Wer Lust und Freude daran hat, die frohmachende Botschaft "Gehet hin ..." in zum Teil modernem christlichen Liedgut weiterzugeben, ist eingeladen mitzusingen.


Auf der Seite externer Link www.oncken-stiftung.de/news/index.php?id=411 ist dazu ein weiterer Artikel wiedergegeben.

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Rundbrief Nr. 46

Rundbrief Nr. 46

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Rundbrief Nr. 45

Rundbrief Nr. 45

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Rundbrief Nr. 44

Rundbrief Nr. 44

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Rundbrief Nr. 43

Rundbrief Nr. 43

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Danktreffen Missionstouren 2010

28. April bis 1. Mai 2011 in Lörrach

Rückblick

Im Jahr 2010 wirkten in nach rechts Tschechien und nach rechts Rumänien die Projekt-Männerchöre in ganz besonderer Weise missionarisch und völkerverbindend.

In nach rechts Tschechien kamen betroffene Menschen auf der Basis christlicher Werte ins Gespräch über im Dritten Reich erfahrenes Unrecht. Bei den Sängern und mitgefahrenen Frauen hinterließen die Begegnungen tiefe Eindrücke. Erstmals wurde der Missions-Projektchor von externer Link Jörg Swoboda begleitet. Dessen gesprochene Evangeliums-Verkündigung nahmen die Zuhörer angesichts bislang nur unzureichend verarbeiteterer Weltkriegs-Geschehnisse in einer sehr besonderen Weise auf.

In nach rechts Rumänien bot der Projektchor die frohe Botschaft durch Lied und Wort in elf Veranstaltungen sehr segensreich dar.

Aktuell

Vom 28. April bis zum 1. Mai 2011 trafen sich in Lörrach etwa 50 Personen aus ganz Deutschland, um Gott mit Liedern und Gebeten Dank zu bringen für Segen und Bewahrung auf den großen Missionsfahrten. Nach Lörrach hatte Markus Koch eingeladen. Er war in Rumänien erneut unser talentierter Pianist und Gesangssolist.

Männerchor-Danktreffen Lörrach 2011

Markus Koch hatte prima organisiert:

Männerchor-Danktreffen Lörrach 2011

Es ist nicht möglich, in diesem Kurzbericht das Danktreffen so lebendig darzustellen, wie es die Teilnehmer und die Gemeinden erlebt haben. Freude, Herzlichkeit, geschwisterliche Nähe und in Erfüllung gegangene Wünsche bei nun wahrgewordenen persönlichen Begegnungen - Gottes Segen wurde erneut prägend erfahren. Auch solche Erlebnisse unterstreichen den überaus hohen Wert des Chorgesangs.

Bericht: Heinz-Jürgen Arendt und Reinhold Kühme


Der Oncken-Verlag schreibt dazu unter externer Link www.portal-oncken.de/news/2011/05/12/15044.php

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Rundbrief Nr. 42

Rundbrief Nr. 42

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Männerchor-Singfreizeit 2011 in Falkenburg

Festlich wie Ostern und Weihnachten

Die 24. Männerchor-Freizeit fand in diesem Jahr im Lutherstift in Falkenburg zwischen Delmenhorst und Oldenburg statt. Die Männer kamen vorwiegend aus dem Nord– und Westdeutschen sowie aus dem Raum Kassel. Zwei Sänger waren aus dem weiter entfernten Eisenach angereist.

Die Männerchor-Freizeiten gibt es seit 1988, und sie finden regelmäßig am ersten oder zweiten Wochenende im Februar statt. Diesmal waren 64 Sänger aus verschiedenen Chören anwesend. Darunter waren aber auch einige Männer, die nicht mehr regelmäßig in einem Chor singen, die gute Gemeinschaft und das fröhliche Singen aber zu schätzen wissen. Vor einigen Jahren sagte mal ein Bruder zu mir: Es gibt für mich im Jahr drei festliche Zeiten, und das sind Ostern, Weihnachten und die Männerchorfreizeiten.

Teilnehmer Männerchor-Freizeit Falkenburg 2011

Angefangen hat es seinerzeit durch den Westersteder Männerchor mit einer Freizeit in Norden, an der auch Sänger aus Oldenburg teilnahmen. In den Jahren hat sich der Kreis kontinuierlich erweitert.

Leider haben sich in den letzten Jahren viele Männerchöre verkleinert beziehungsweise sind heute gar nicht mehr singfähig. Die Gesamtzahl der Chormitglieder ist daher allgemein geschrumpft. Eine Ausnahme dürfte jedoch der Oldenburger Männerchor mit seinen 28 Sängern sein.

Die musikalische Leitung der Singfreizeit lag in diesem Jahr in den Händen von Tammo Buttjes aus Oldenburg. Zum Abschluss haben die Männer den Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Oldenburger Kreuzkirche mitgestaltet.

Bericht: H.-G. Diekmann

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Rundbrief Nr. 41

Rundbrief Nr. 41

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Männerchor auf großer Missionstour in Rumänien

September 2010 - ein Reisebericht

Gravierende Störungen unterschiedlichster Art, Krankheiten, sogar Tod stimmten uns Monate vor unserer Abreise sehr nachdenklich und trieben uns noch tiefer ins Gebet. Viel Zuspruch, uns anvertraute Geldopfer in unerwarteter Höhe für gezielte Notfälle, innere Zuversicht und des Herrn Bestätigung zu unserem Missionseinsatz überwogen deutlich alle Störungen und Hindernisse.

Trotz reicher Erfahrung hatten wir solche Zeichen vor einem Missionseinsatz wohl noch nie erlebt.

Missionsmännerchor singt am 19.9.2010 in Baptistengemeinde Tg. Jiu, Rumänien

Was wir dann zwischen dem 16. und 27.9. erlebten, war so groß und vielfältig, dass größte Mühe besteht, das Wesentliche und die Erlebnistiefe in eine Kurzform zu bringen:

Missionsmännerchor singt am 19.9.2010 in Baptistengemeinde Tg. Jiu, Rumänien

Offb. 3,8 haben wir erlebt: Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, und niemand kann sie zuschließen.

Dem Herrn sei Ehre und Dank!

Bericht: Heinz-Jürgen Arendt

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Bundes-Männerchortag 2010

10. bis 12.9.2010 in interner Link Oranienburg

Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden

Ihren Bundes-Männerchortag veranstaltete die Männerchor-Vereinigung (MCV) vom 10. bis zum 12. September 2010 in den Räumen der externer Link Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Oranienburg und somit im 20. Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung erstmals im Gebiet der ehemaligen DDR.

Etwa 30 bis zeitweise auch mehr als 40 Chordelegierte und Einzelmitglieder hatten sich aus 17 Heimatorten auf den Weg gemacht. Einschließlich einiger mitgereister Ehefrauen waren insgesamt mehr als 50 Teilnehmende zusammengekommen. In liebevoll gastlicher Atmosphäre pflegte man einen reichen Austausch über einige sorgenvolle Entwicklungen und viele ermutigende Erfahrungen der einzelnen Chöre.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung erfolgte die Wahl der ständigen Mitglieder des Vorstandes für die nächsten vier Jahre. Mit Frank Schoeneich hat die MCV nach mehreren Jahren erstmals wieder einen Bundesdirigenten. Dieser hat auch den Vorsitz im Liederausschuss und vertritt die MCV im externer Link Arbeitskreis Musik und Gemeinde des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland. Schoeneichs bisheriges Amt des Missionsbeauftragten übernahm der neu gewählte Reinhold Kühme. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt und somit in ihren Ämtern bestätigt.

Austausch über Situation in den Chören

Der Kassenbericht über das Jahr 2009 bewirkte Dankbarkeit und löste ein Fragen nach möglichen neuen missionarischen Herausforderungen aus. Das überraschend hohe Spendenaufkommen und der gute Verkauf von CDs hatten im zurückliegenden Jahr wesentlich zur derzeit recht soliden finanziellen Situation beigetragen.

Der Einblick in die aktuelle Lage der einzelnen Chöre und die damit jeweils verbundenen Aussichten gestaltet sich ziemlich unterschiedlich. Der Chor der gastgebenden externer Link Gemeinde Oranienburg hebt sich dabei als eindrückliches Beispiel zum Teil deutlich vom breiten Trend ab. So repräsentiert er vom Ruheständler bis zum Teenager nahezu das gesamte Altersspektrum der Gemeinde. Vielerorts hingegen drängen abnehmende Sängerzahlen und Überalterung die Sängergemeinschaften an den Rand ihrer Existenz. Die Zusammenarbeit benachbarter Chöre hilft gelegentlich, drohende Defizite zu überbrücken. Zum Teil fehlt es allerdings Chorleitern und Sängern an der nötigen Schulung und Fortbildung. So hält sich dann gelegentlich die Begeisterung der Zuhörer in engen Grenzen, und neue Sänger lassen sich damit nur schwer gewinnen.

An dieser Stelle will der MCV-Vorstand nach Aussage seines 1. Vorsitzenden Hans-Ulrich Ambacher künftig verstärkt ansetzen. Bei Besuchen vor Ort will man die Situation des jeweiligen Chores genauer erfassen. Schulungen für Dirigenten und Sänger sollen das musikalische Niveau fördern. Es ist beabsichtigt, neues Liedgut zu entwickeln, das das Evangelium in einer Weise transportiert, die den modernen Zuhörer anspricht und erreicht. Das soll Männerchören Wege eröffnen, ihren ehemals festen Platz im gottesdienstlichen Geschehen unserer externer Link Gemeinden wieder neu einzunehmen.

Auftritt Gartenschau Schlosspark Oranienburg

Seit einigen Monaten stellt der Vorstand erfreut fest, dass das Interesse an den Tätigkeiten der MCV bzw. am Männerchor-Gesang leicht zunimmt. Dies zeigt sich beispielsweise in der wachsenden Zahl der Empfänger des mehrmals jährlich erscheinenden Rundbriefes. So keimt die leise Hoffnung auf, dass in einzelnen Gemeinden Männer mit Freude am Gesang sich zusammentun und der eine oder andere neue Chor entsteht. Dazu bietet die MCV jede in ihren Möglichkeiten stehende Hilfe an.

Wohin auch immer die Entwicklung geht - Hauptanliegen der MCV bleibt, im Gesang das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen.

Im Anschluss an die Delegiertenversammlung nutzten die Teilnehmer das herrliche Spätsommerwetter zu einem kurzen Besuch der Gartenschau Schlosspark Oranienburg. Natürlich sang der Tagungschor dort auch einige Lieder.

Schulung mit Heidi Bieber
Ralf Schneider am Klavier

Überhaupt nahm die musikalische Arbeit an dem Wochenende in Oranienburg den ihr gebührenden Raum ein. Unter der Leitung und Anleitung der studierten Gesangspädagogin und international konzerterfahrenen Sängerin externer Link Heidi Bieber aus dem nahen Berlin kamen die Teilnehmer in den Genuss einer Chor- und Stimmschulung.

Ralf Schneider am Klavier

Anhand älterer und jüngerer Lieder wurde Gesangstechnik in sehr verständlicher Theorie dargebracht und auch gleich praktisch eingeübt. Von der Körperhaltung über Atmung und Mimik bis zum sachgerechten Gebrauch der Stimme vermittelte die Referentin in höchst kompetenter Weise Grundlagen und einige fortführende Techniken des Gesangs. Diese helfen dem Sänger, in schonender Weise seiner Stimme den richtigen Klang und Ausdruck zu verleihen und dem Zuhörer Freude und Genuss zu bereiten.

Heidi BieberHeidi BieberHeidi BieberHeidi BieberHeidi BieberHeidi BieberHeidi BieberHeidi BieberHeidi Bieber

So mündete die Tagung schließlich in einen musikalisch geprägten Gottesdienst im voll besetzten Gemeindezentrum.

Tagungschor in Gemeinde Oranienburg

Judith Kühl, die gemeinsam mit einem talentierten und leistungsstarken Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihrer externer Link Gemeinde Oranienburg das Wochenende vorbereitet und ausgerichtet hat, formuliert nach der Tagung folgendes Fazit:

Neben der frohen geistlichen Gemeinschaft waren die professionellen musikalischen Impulse von externer Link Heidi Bieber besonders wertvoll.

Damit dürfte sie wohl treffend das Empfinden zum Ausdruck gebracht haben, das die meisten Teilnehmenden mit nach Hause genommen haben vom Bundes-Männerchortag 2010.

Bericht: Gerald Weller, Öffentlichkeitsreferent


Der Oncken-Verlag schreibt dazu unter externer Link www.portal-oncken.de/news/2010/09/23/13081.php

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Rundbrief Nr. 40

Rundbrief Nr. 40

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MCV-Missionsreise nach Tschechien

12. bis 19.5.2010

Im Mai des Jahres 2010 unternahm die Männerchor-Vereinigung erstmals eine Missionsreise in die Tschechische Republik. Unter der musikalischen Leitung von Frank Schoeneich begab ein bundesweit für diese Tour zusammengestellter Projektchor aus 24 Sängern sich auf den Weg in unser Nachbarland, um dort an drei Orten in Nordböhmen die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkündigen.

Angesichts des historisch bedingt bis heute keineswegs unbelasteten Verhältnisses zwischen beiden Völkern und Staaten mischte sich in die Vorfreude auf diese Unternehmung auch eine gespannte Erwartung. Welche zwischenmenschlichen Barrieren - abgesehen von den sprachlichen - würde es zu überwinden gelten? Würde das Versöhnung stiftende Evangelium Gottes die Menschen erreichen, wie gute Saat auf fruchtbaren Boden fällt?

Karte Tschechien mit Reisestationen

Von seinen Reiseerlebnissen sowie von nachdenklich stimmenden Beobachtungen, aber auch von ermutigenden und überraschenden Begegnungen der insgesamt 41-köpfigen Reisegruppe berichtet der Teilnehmer und Mitsänger Udo Weidner:

Pension Ráj

Nun war es soweit. Der 12. Mai, ein Mittwoch, war da, und immer mehr Sänger - mit Ehefrauen oder alleine - trafen sich in Eisenach bei der Autofirma Möller.

Pünktlich um 11.00 Uhr fuhr der Bus ab in Richtung Tschechien zu unserem Quartier in Zahrádky. Am Abend kamen wir ohne größere Probleme dort in unserer Pension Ráj an.

Nach der Zimmerbelegung und dem guten Abendessen saßen wir noch gemütlich beisammen und ließen den Tag ausklingen.

Am Donnerstag, nach dem Frühstück, der Andacht und der Chorprobe (fanden täglich statt), fuhren wir nach dem Mittagessen zur ersten Gemeinde nach Litomerice (ehemals: Leitmeritz).

MCV-Reisegruppe vor Baptistenkirche in Litomerice

Nach herzlicher Begrüßung durch die Gemeindeältesten und Verantwortlichen machten wir bei schönstem Sonnenschein - aber es war kalt - einen Stadtrundgang. Es war schön, diese Stadt mit ihren alten und gut erhaltenen Fachwerkhäusern zu besichtigen und an der frischen Luft zu sein.

Nach dem Abendessen, das die Gemeinde für uns vorbereitet hatte, begann unser erster Begegnungsabend. Wir hatten uns das schwierig vorgestellt, aber es wurde sehr interessant.

Es war gut, zu hören, wie die Christen in Tschechien ihren Glauben leben können und was sie für junge Leute von der Straße tun. Das hat uns sehr beeindruckt. Nach einer spontanen Kollekte und einer Gebetsgemeinschaft fuhren wir zurück zur Pension.

Auch diesen Abend, wie alle anderen, ließen wir noch gemeinsam ausklingen.

MCV-Projektchor singt in Baptistenkirche Litomerice

Freitag Nachmittag fuhren wir wieder nach Litomerice, um dort in der Gemeinde am Abend unser erstes Konzert zu geben. Nach einer Chorprobe und dem Abendessen waren wir alle gespannt, wie viele Menschen kommen würden und wie es mit der Übersetzung klappt. Die Gemeinde war gut besucht.

Der Theologe und Liedermacher externer Link Jörg Swoboda, der als unser Evangelist mitgereist war, gestaltete seine Verkündigung in mehreren Abschnitten, und dazwischen brachten wir, instrumental begleitet durch Dr. Andrea Wiedner an der Querflöte und durch Andreas Reimann am Piano, unsere Lieder zum Vortrag. Uns hat es gefallen und offenbar auch den Zuhörern; sie forderten vom Chor eine Zugabe. Auch externer Link Jörg Swoboda und sein Pianist, Andreas Reimann, sangen Lieder, ebenso mit Zugabe.

Jörg Swoboda singt in Baptistenkirche Litomerice
MCV-Projektchor singt in der katholischen Kirche Stráz pod Ralskem

Samstag nach dem Mittagessen fuhren wir nach Stráz pod Ralskem (früher: Wartenberg am Rollberg). Hier waren wir eingeladen worden, in einer katholischen Kirche zu singen. Die Begrüßung durch einen Vertreter der Kirche war kurz, aber herzlich. Wir hatten eine kurze Probe in der Kirche, die fürchterlich kalt war. Hiernach wurden wir ins Pfarrhaus gebeten zu einem kleinen Imbiss. Als wir in die große Wohnstube kamen, brach uns der Schweiß aus. Ein alter, großer Kohleofen strahlte eine Hitze aus, die enorm war. Somit waren wir alle schnell wieder "aufgetaut".

MCV-Projektchor singt in der katholischen Kirche Stráz pod Ralskem

Das anschließende Konzert mit Verkündigung war auch hier sehr gut. Es gab eine neue Übersetzerin für externer Link Jörg Swoboda. Nachdem sie sich "eingesprochen" hatten, war es eine Freude, dieser kleinen Frau bei der Übersetzung zuzusehen. Sie strahlte über das ganze Gesicht und war mit Leib und Seele dabei. Die Krönung für diese Frau war ein Lied von externer Link Jörg Swoboda, sie klatschte den Takt mit und ihr Gesichtsausdruck war selig.

Nach dem Abendessen fuhren wir zurück zur Pension und ließen den Tag und das Konzert noch einmal in Gesprächen an uns vorüberziehen.

Zugabe Jörg Swoboda und Andreas Reimann in der Baptisten-Gemeinde Brniste

Am Sonntag fuhren wir direkt nach dem Frühstück nach Brniste (ehemals: Brims). Hier hatten wir erst am Nachmittag unser Konzert.

Jörg Swoboda und die Übersetzerin in der Baptisten-Gemeinde Brniste

Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Gemeindeältesten und die kleine Übersetzerin probten wir und ließen uns mit einem tollen Mittagessen verwöhnen. Das neue Gemeindehaus war am Nachmittag bis auf den letzten Platz besetzt. Einige junge Leute standen hinten während des Konzertes. Das Zusammenspiel zwischen externer Link Jörg Swoboda, der Übersetzerin und dem Chor war sehr gut. Auch an diesem Tag war es eine Lust und Freude, der Übersetzerin zuzuschauen, wie sie externer Link Jörg Swobodas Worte übersetzte - voller Elan und Freude für ihren Herrn Jesus Christus.

MCV-Projektchor singt in der Baptisten-Gemeinde Brniste

Auch hier ließ man uns nicht ohne Abendessen nach Hause fahren. Es war beim Essen ein fröhliches Miteinander und ein reger Gedankenaustausch zwischen den Gemeindegliedern und uns. Zurück in der Pension, machten wir diesmal einen anderen Tagesabschluss. Wir trafen uns, um über die Konzerte zu reden und danach eine intensive Gebetsgemeinschaft zu haben.

Gedenkstätte Terezín (Theresienstadt)

Montag war frei!!! Nicht ganz. Wer wollte, fuhr nach dem Frühstück mit zur Besichtigung der Gedenkstätte Terezín (früher: Theresienstadt) und am Nachmittag zum Kloster Melnik.

Gedenkstätte Terezín (Theresienstadt)

Die Gedenkstätte war für mich die erste dieser Art. Es war interessant, zu sehen und zu hören, was dort geschehen war. Und doch: Es ist auch grausam, was Menschen anderen Menschen antun können. Uns alle hat es sehr berührt und betroffen gemacht. Aber es war gut, das einmal gesehen zu haben.

Gedenkstätte Terezín (Theresienstadt)
Melnik
Melnik

Am Nachmittag waren wir in Melnik. Hier konnte jeder seines Weges gehen - "Shoppen", Kaffee trinken und Kuchen essen, spazieren gehen oder die Burg besichtigen, die kein Kloster war.

Um 17.00 Uhr fuhren wir zurück, und nach dem Abendessen machten wir den gleichen Abschluss wie am Sonntag.

Für Dienstag stand nun der zweite Begegnungsnachmittag in der Gemeinde Brniste an.

Am Vormittag hatten wir eine Seminareinheit mit externer Link Jörg Swoboda. Wir wurden an unser eigenes Verhältnis zu Jesus Christus erinnert und aufgefordert, wo nötig, es zu erneuern. Mit einigen Liedern von externer Link Jörg Swoboda und einer guten Gebetsgemeinschaft schlossen wir den Vormittag ab.

Am Nachmittag fuhren wir also nach Brniste. Auch hier geschah ein reger Austausch an Fragen und Informationen von Gemeinden aus Tschechien und Deutschland. Es wurden hier aber auch ganz klare Fragen zum 2. Weltkrieg gestellt, z.B. ob es einen Bruder im Chor gebe, der sich an diese Zeit erinnere und daran, wie er sie als Christ erlebt habe. Einer unserer Mitsänger meldete sich und erzählte von seinen Eltern und sich, wie sie als Christen mit dieser Situation umgegangen waren und mit ihr gelebt hatten.

Hans-Ulrich Ambacher mit der Übersetzerin

Es war interessant, zu sehen, wie alle ganz ruhig zuhörten.

Begegnungsabend mit der Baptistengemeinde Brniste

Nach einigen weiteren Fragen gelang es dann Hans-Ulrich Ambacher mit Gottes Hilfe, "den Sack zuzubinden" und einen sehr guten Abschluss für alle zu finden. Das anschließende Lied und die Gebetsgemeinschaft rundeten diesen Nachmittag von mehr als 2 Stunden ab. Alle waren überrascht, dass die Zeit so schnell fortgeschritten war. Nach einem gemeinsamen Abendessen fuhren wir zur Pension zurück. Der Abschied war toll - als wenn man sich von Freunden verabschiedet, und langes Winken der Gastgeber unterstrich diesen Eindruck.

Der Mittwoch war unser Abreisetag. Nach dem Frühstück und der Andacht verabschiedeten wir uns von externer Link Jörg Swoboda und Andreas Reimann. Sie waren mit dem eigenen PKW angereist.

Auch die Pensionsleute verabschiedeten uns sehr herzlich und mit langem Winken.

Nach einer langen, problemlosen Fahrt landeten wir gegen 17.00 Uhr wieder in externer Link Eisenach. Die Geschwister in der dortigen Baptistengemeinde warteten schon auf uns mit dem Abendessen. Hier durften wir mit den Männerchor-Brüdern aus Oberellen unseren Dank- und Abschlussgottesdienst feiern. Nach dem Gottesdienst gab es das große Verabschieden. Jeder fuhr wieder nach Hause in seine Gemeinde.

Der Herr, unser Gott, hat uns eine tolle Woche geschenkt mit vielen Erlebnissen und Eindrücken. Bis auf einen Bruder sind wir alle heil und gesund nach Hause gekommen. Einer der Sänger hatte sich bei einem Sturz den linken Unterarm gebrochen. Er und seine Frau waren deshalb bereits früher zurückgeholt worden. Inzwischen geht es ihm gut und die Operation ist gut verlaufen.

Wir danken unserem Gott und Vater in Jesus Christus für alle Bewahrung und alles, was wir sehen und erleben durften.


Auf der Seite externer Link www.portal-oncken.de/news/2010/05/26/11826.php gibt der Oncken-Verlag dazu einen bearbeiteten Bericht von Hans-Ulrich Ambacher, dem organisatorischen Leiter der Reise, wieder.

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Jürgen Speitmann

Ein Nachruf

Mit Bestürzung und Trauer haben wir als Männerchor-Vereinigung die Nachricht vernommen, dass Jürgen Speitmann am 16. März 2010 im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Über Jahrzehnte hat er die Männerchorarbeit treu begleitet, viele Jahre war er Vorsitzender unseres Liederausschusses und als "Bundesdirigent" aktiv. Mit zahlreichen selbst komponierten Liedern und Liedbearbeitungen hat er als Autodidakt unseren Dienst bereichert, auch über die MCV und unseren Bund hinaus (als Beispiele seien genannt: "Tausend Dinge dieser Welt" und "Welch einen Reichtum" aus dem "Spiegelei" genannten Liederheft oder "Wenn mein Volk"). Viele Sänger, die schon in den 1970-er und 1980-er Jahren aktiv waren, erinnern sich an motivierende Begegnungen mit ihm und an Auftritte mit meist großen Chören in der Öffentlichkeit. Schon durch seine Statur, vor allem aber seine persönliche Ausstrahlung hat er zahlreiche Männer beeindruckt und ihnen das gemeinsame Singen zur Ehre und zum Lob Gottes zur liebgewordenen Aufgabe gemacht. Wir sind gewiss, dass dadurch viele Menschen den persönlichen Weg des Glaubens gefunden haben.

Nach seinem Rückzug aus der MCV-Verantwortung und aus der Leitung des traditionsreichen Männerchors Derschlag, den er allerdings vor kurzem noch einmal "wiederbelebt" hatte und davon begeistert berichtete, war er in den letzten Jahren im Ruhestand mit anderen Aufgaben befasst. Zum letzten Mal trat er in unseren Reihen noch einmal in Weltersbach bei der Feier zum Jubiläum 2008 in Erscheinung, wo er für seine Tätigkeit geehrt wurde.

Wir danken Gott für die lange Zeit, die Jürgen Speitmann in unseren Reihen tätig war, und werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Hans-Ulrich Ambacher, 1. Vorsitzender


Der Oncken-Verlag schreibt dazu unter externer Link www.portal-oncken.de/news/2010/03/17/11273.php

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Rundbrief Nr. 39

Rundbrief Nr. 39

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Rundbrief Nr. 38

Rundbrief Nr. 38

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"Jesu Name ist der größte Nam' auf Erden!"

Schleswig-Holstein-Tour vom 11. bis 14. Juni 2009

"Danke, dass Ihr Euch hierher nach Dithmarschen verirrt habt!" So der herzliche Dank eines Gemeindepastors. Nein, verirrt hatte sich der Projekt-Missionsmännerchor der Männerchor-Vereinigung nicht, als er zu einer weiteren Missionsreise vom 11. bis 14. Juni 2009 Quartier in Heide bezog, um von dort aus in mehreren Gemeinden Konzerte zu geben, die gute Botschaft von Jesus Christus zu bezeugen und im frisch gesungenen Lied weiterzugeben. Es war eine klare Sendung und Dienst in dieser Region.

So standen für den stimmgewaltigen Chor, bestehend aus 35 Sängern unter der Leitung des Dirigenten Frank Schoeneich, Einsätze in Husum, Barmstedt, Heide und Norderstedt auf dem Programm. Begleitet wurde der Chor von dem Pianisten Ralf Schneider, der Flötistin Andrea Wiedner und Friedbert Hager am Akkordeon sowie einer ganzen Reihe von Ehefrauen, die eine treue Unterstützer- und Fangemeinschaft bildeten. Der Empfang in den zum Teil recht kleinen Gemeinden war sehr herzlich und freudig. So wurden wir zum Auftakt in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Husum nicht nur großzügig mit Kaffee und Kuchen und einem Abendessen bewirtet, sondern die Besucher gingen bei den Liedern und Zeugnissen bewegt und froh mit. Sie sind angesprochen worden, was sich auch in dem Wunsch nach einer Zugabe ausdrückte. So war der Auftritt des Chores für die Gemeinde eine Ermutigung und Stärkung!

Die aus nur 35 Mitgliedern bestehende Gemeinde in Barmstedt hatte für das Konzert des großen Chores in eine nahe gelegene Schulaula eingeladen, da ihr Gemeindehaus für die Veranstaltung zu klein war. Und tatsächlich konnten wir ca. 70 Besucher begrüßen, von denen 50% Gäste und Gemeindefremde waren. Welch eine Gelegenheit, Gottes Größe und Liebe zu uns ihnen zuzusingen und zu einem Leben mit Jesus aufzufordern! Das ist das Herzensanliegen aller Sänger des Chores, und das spürte man ihnen beim Singen und Vortragen auch deutlich ab.

"Kommt, wir gehen mit ihm, mit Jesus. Kommt wir gehen mit ihm!" Diese Einladung wurde auch in der Evangelischen Kirche Sankt Jürgen auf dem Marktplatz in Heide weitergegeben. Hier versammelte sich zwar nur eine kleine Zuhörerschaft, aber es war ein Erlebnis, in der schönen Kirche mit ihrer Akustik zu singen, und die Gemeinschaft mit den Geschwistern auch anschließend im Gemeindehaus war sehr herzlich.

Den bewegenden Abschluss dieser Missionsreise bildete ein Gottesdienst in dem neu errichteten und großen Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde in Norderstedt. Lieder, Psalmlesung und Verkündigung ergänzten einander und standen in gut abgestimmtem Wechselspiel. Das gemeinsame Abendmahl mit den thematisch passenden und gefühlvoll gesungenen Liedern des Männerchores bildete sicherlich den Höhepunkt. Der Gottesdienst und somit auch die Reise klang mit dem gewaltigen und erhebenden "Unser Vater" (von Albert H. Malotte) des Chores aus.

Die Gemeinschaft untereinander, die intensiven Gebetszeiten, das Füreinander-Dasein auch in so manchen persönlichen Sorgen und Nöten wie auch ein Ausflug in die Dithmarscher Geest taten den teilnehmenden Sängern und Musikern richtig gut! So tankten sie selber auf, und aus diesem Miteinander heraus konnten auch die Gemeinden ermutigt und überzeugend durch die Lieder zu einem Leben mit Jesus eingeladen werden. "Dem Herrn sei die Ehre: Großes hat er getan!"

Bericht: Dr. Andrea Wiedner

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Aus dem Arbeitskreis Männerchöre im CS

Heinz-Jürgen Arendt als Vorsitzender verabschiedet

Vom 8. bis 10. Mai 2009 hatte Heinz-Jürgen Arendt in seine Heimatgemeinde, die externer Link Baptistengemeinde Urbach (Württemberg), eingeladen. Anlass dazu war seine Verabschiedung als Vorsitzender des Arbeitskreises Männerchöre im externer Link Christlichen Sängerbund (CS). Eine ganze Reihe Sänger nicht nur des CS, sondern auch unserer MCV, waren der Einladung gefolgt, teilweise in Begleitung ihrer Ehefrauen.

Neben einem bunten Programm, verbunden mit viel Männerchorgesang unter der Leitung von Tammo Buttjes (Oldenburg) und einem Panflötenkonzert (mit leider weniger Zuhörern als erwartet), stand die Delegiertenversammlung der CS-Männerchöre im Vordergrund. Deren Schwerpunkt war die Wahl des gesamten Vorstandes. Als Vorsitzender amtiert jetzt Frank Michel aus Mittelhessen (Heinz-Jürgen Arendt wurde zu seinem Stellvertreter gewählt).

Wir als MCV wünschen uns, dass auch unter der neuen Leitung die bruderschaftliche und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Verbänden weiterhin bestehen bleibt und wir an vielen Stellen gemeinsam zum Lob Gottes beitragen können. Über etliche Jahre hin war Heinz-Jürgen Arendt in Personalunion auch MCV-Missionsbeauftragter und hat sich besonders für die Verbindung zu Gemeinden in Rumänien eingesetzt. Wir haben ihm viel zu verdanken.

Bericht: Hans-Ulrich Ambacher

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Singet fröhlich Gott!

Großes Jubiläumsfest 2008: 75 Jahre MCV

War das ein frohes Grüßen und Umarmen der Sänger und Gäste, die einander zum Teil seit Jahren nicht gesehen hatten! Etwa 85 Sänger, einige mit Angehörigen, reisten zu diesem Jubiläum bei strahlendem Sonnenschein am Wochenende vom 26. bis zum 28. September 2008 nach Weltersbach ins schöne Bergische Land. Und das sonnige Herbstwetter hielt bis zum Abschied am Sonntag an.

Am Freitagabend begrüßte der 1. Vorsitzende der Männerchor-Vereinigung, Hans-Ulrich Ambacher, Kassel, die Sänger und Gäste. Dieser "Abend der Begegnung" galt dem Rückblick auf die Arbeit der Chöre mit Berichten und Interviews. Im Mittelpunkt stand der ausführliche Bericht über die Missionsreisen von Projektchören, in der Hauptsache nach Rumänien. Es war ein Abend voller Dankbarkeit, dem auch die Fröhlichkeit, u.a. durch einen Sketch mit einer amüsanten Grußadresse, beigemischt war.

Frank Schoeneich interviewt Max Jürgen Frieske
Sketch mit einer amüsanten Grußadresse

Der Samstag war vom Beginn bis zum Ausklang ein herrlicher Festtag, an dem auch die vielen an Haus oder Bett gebundenen Bewohner vom "Pilgerheim Weltersbach" durch Übertragung in die Häuser teilnehmen konnten.

Weltersbach

Der Gemeindepastor Christoph Becker leitete den Tag ein mit dem Hinweis auf externer Link Paulus und Silas, die selbst im Gefängnis mit dem Lob Gottes nicht zurückhielten.

Zum Festakt war auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Leichlingen, selbst begeisterte Kirchenchorsängerin, mit einem herzlichen Grußwort erschienen.

Einen besonderen Dank sprach der 1. Vorsitzende den Ehrengästen für ihre früheren, oft langjährigen Dienste aus:

Weidner und Ehrengäste Speitmann und Langefeld
Ehrengäste Sturhahn, Arendt, Schmalz und Frieske

Die sechs verdienten Mitarbeiter kamen in kurzen Interviews zu Wort, und unter dem Applaus der Anwesenden wurden ihnen als kleiner Dank die Festschrift und die Jubiläums-Doppel-CD "Singet fröhlich Gott!" überreicht.

In diesem Zusammenhang dankte Hans-Ulrich Ambacher ebenso dem nicht anwesenden Olaf Schmalz für seine Tätigkeit im Liederausschuss und als Bundesdirigent.

Horst Brauner, dem Leiter des JUBAL MusikVERLAGs, Berlin, wurde herzlich gedankt für seine sorgfältige und aufwendig dokumentarische Arbeit bei der Zusammenstellung der Doppel-CD mit ansprechend informativem Booklet.

Diese beiden Tonträger geben die musikalische Entwicklung der Männerchorarbeit seit 1933 mit 54 herrlichen Chorliedern einschließlich der Musik des "Wort-des-Lebens-Quartetts" wieder.

Sowohl die Festschrift als auch die Doppel-CD sind (Anm. d. Red.: waren) beim Vorstand der MCV käuflich zu erwerben.

Beim Besuch des Altenberger Doms am Nachmittag mit etwa 125 Teilnehmern wurden nach der Einführung in die interessante Architektur und die wechselhafte Geschichte des Doms 3 Männerchorlieder gesungen.

Die enorm starke Akustik verstärkte den großen Klangkörper, verwischte allerdings gleichzeitig die Texte.

Altenberger Dom außen
Altenberger Dom - Führung
Altenberger Dom - Kunst
Altenberger Dom - Chor

Am Abend folgte dann das Konzert in der Christuskirche mit 85 Sängern. Elf Lieder wurden dargeboten, von Frank Schoeneich und Heinz-Jürgen Arendt dirigiert, während Friedel Bünz moderierte.

Hier konnte natürlich nicht, wie bei den beiden CDs, ein so umfangreiches Spektrum erreicht werden, wenngleich manch einer sich das angesichts des großen Chores gewünscht hätte.

Konzert

Die Zuhörer waren begeistert und forderten mit ihrem anhaltenden Beifall eine Zugabe heraus.

War die Christuskirche beim abendlichen Festkonzert schon voll besetzt, so war der Raum beim Festgottesdienst am Sonntagmorgen bis in den letzten Winkel von den Sängern, der Gemeinde und den Gästen gefüllt.

Pastor Becker leitete durch den Gottesdienst. Bei der missionarischen Einsatzfreudigkeit der Männerchöre konnte es keine bessere Wahl geben, als Pastor Wilfried Bohlen, Dienstbereichsleiter für Mission in unserem Bund und außerdem ehemaliger Männerchor-Sänger, um den Predigtdienst zu bitten.

Er legte seiner Predigt über die "Schlüsselfunktion Jesu" den Text aus externer Link Offenbarung 1,17f zugrunde.

Eindrucksvoll waren auch hier die Lieder des Chores.

Wie am Vorabend brillierte Heiko Hackländer (dessen Vater und Großvater im Chor mitsangen) am Flügel, ein hervorragender Pianist, der als Männerchorsänger kenntnisreich exakt mit dem Chor harmonierte.

Nicht vergessen werden soll schließlich der Dank an Udo Weidner, Remscheid, den 2. Vorsitzenden, der die Vorbereitung und Organisation dieses Jubiläums im Wesentlichen in der Hand hatte und dabei von seiner Frau unterstützt wurde.

Beim Abschied am frühen Nachmittag zeigte sich auch die große Freude bei den Sängern über das gelungene Wochenende in der großen Chorgemeinschaft im Gegensatz zu der oft mühsamen Arbeit daheim im kleinen Chor.

Und dann kommen die Gedanken: Wie wird es in 25 Jahren sein?

Sicher ist, dass viele der Teilnehmer nicht mehr dabei sein werden.

Sicher ist aber auch, dass das gemeinsame "Singet fröhlich Gott!" nie enden wird.

Bericht: Rolf Sturhahn

Bilder: freundliche Leihgabe, MC Bochum-Hermannshöhe


Der Oncken-Verlag schreibt dazu unter externer Link www.portal-oncken.de/news/2008/10/08/5709.php

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