
Ihren Bundes-Männerchortag veranstaltete die Männerchor-Vereinigung (MCV) vom 10. bis zum 12. September 2010 in den
Räumen der
Evangelisch-
Etwa 30 bis zeitweise auch mehr als 40 Chordelegierte und Einzelmitglieder hatten sich aus 17 Heimatorten auf den Weg gemacht. Einschließlich einiger mitgereister Ehefrauen waren insgesamt mehr als 50 Teilnehmende zusammengekommen. In liebevoll gastlicher Atmosphäre pflegte man einen reichen Austausch über einige sorgenvolle Entwicklungen und viele ermutigende Erfahrungen der einzelnen Chöre.
Im Rahmen der Delegiertenversammlung erfolgte die Wahl der ständigen Mitglieder des Vorstandes für die nächsten vier
Jahre. Mit Frank Schoeneich hat die MCV nach mehreren Jahren erstmals wieder einen Bundesdirigenten. Dieser hat auch den Vorsitz im Liederausschuss und
vertritt die MCV im
Arbeitskreis

Der Kassenbericht über das Jahr 2009 bewirkte Dankbarkeit und löste ein Fragen nach möglichen neuen missionarischen Herausforderungen aus. Das überraschend hohe Spendenaufkommen und der gute Verkauf von CDs hatten im zurückliegenden Jahr wesentlich zur derzeit recht soliden finanziellen Situation beigetragen.
Der Einblick in die aktuelle Lage der einzelnen Chöre und die damit jeweils verbundenen Aussichten gestaltet sich ziemlich unterschiedlich.
Der Chor der gastgebenden
Gemeinde
An dieser Stelle will der MCV-Vorstand nach Aussage seines 1. Vorsitzenden Hans-Ulrich Ambacher künftig verstärkt
ansetzen. Bei Besuchen vor Ort will man die Situation des jeweiligen Chores genauer erfassen. Schulungen für Dirigenten und Sänger sollen das musikalische Niveau fördern. Es ist beabsichtigt,
neues Liedgut zu entwickeln, das das Evangelium in einer Weise transportiert, die den modernen Zuhörer anspricht und erreicht. Das soll Männerchören Wege eröffnen, ihren ehemals
festen Platz im gottesdienstlichen Geschehen unserer
Gemeinden

Seit einigen Monaten stellt der Vorstand erfreut fest, dass das Interesse an den Tätigkeiten der MCV bzw. am Männerchor-Gesang leicht zunimmt. Dies zeigt sich beispielsweise in der wachsenden Zahl der Empfänger des mehrmals jährlich erscheinenden Rundbriefes. So keimt die leise Hoffnung auf, dass in einzelnen Gemeinden Männer mit Freude am Gesang sich zusammentun und der eine oder andere neue Chor entsteht. Dazu bietet die MCV jede in ihren Möglichkeiten stehende Hilfe an.
Wohin auch immer die Entwicklung geht - Hauptanliegen der MCV bleibt, im Gesang das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen.
Im Anschluss an die Delegiertenversammlung nutzten die Teilnehmer das herrliche Spätsommerwetter zu einem kurzen Besuch der Gartenschau Schlosspark Oranienburg. Natürlich sang der Tagungschor dort auch einige Lieder.


Überhaupt nahm die musikalische Arbeit an dem Wochenende in Oranienburg den ihr gebührenden Raum ein. Unter der Leitung und Anleitung der studierten
Gesangspädagogin und international konzerterfahrenen Sängerin
Heidi

Anhand älterer und jüngerer Lieder wurde Gesangstechnik in sehr verständlicher Theorie dargebracht und auch gleich praktisch eingeübt. Von der Körperhaltung über Atmung und Mimik bis zum sachgerechten Gebrauch der Stimme vermittelte die Referentin in höchst kompetenter Weise Grundlagen und einige fortführende Techniken des Gesangs. Diese helfen dem Sänger, in schonender Weise seiner Stimme den richtigen Klang und Ausdruck zu verleihen und dem Zuhörer Freude und Genuss zu bereiten.








So mündete die Tagung schließlich in einen musikalisch geprägten Gottesdienst im voll besetzten Gemeindezentrum.

Judith Kühl, die gemeinsam mit einem talentierten und leistungsstarken Team aus Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern ihrer
Gemeinde
Neben der frohen geistlichen Gemeinschaft waren die professionellen musikalischen Impulse von
Bieber besonders wertvoll. Heidi
Damit dürfte sie wohl treffend das Empfinden zum Ausdruck gebracht haben, das die meisten Teilnehmenden mit nach Hause genommen haben vom Bundes-Männerchortag 2010.
Bericht: Gerald Weller, Medienbeauftragter
Der Oncken-Verlag schreibt dazu unter
www.portal-oncken.de/news/2010/09/23/13081.php
Mit Bestürzung und Trauer haben wir als Männerchor-Vereinigung die Nachricht vernommen, dass Jürgen Speitmann am 16. März 2010 im Alter von 74 Jahren verstorben ist.
Über Jahrzehnte hat er die Männerchorarbeit treu begleitet, viele Jahre war er Vorsitzender unseres Liederausschusses und als "Bundesdirigent" aktiv. Mit zahlreichen selbst komponierten Liedern und Liedbearbeitungen hat er als Autodidakt unseren Dienst bereichert, auch über die MCV und unseren Bund hinaus (als Beispiele seien genannt: "Tausend Dinge dieser Welt" und "Welch einen Reichtum" aus dem "Spiegelei" genannten Liederheft oder "Wenn mein Volk"). Viele Sänger, die schon in den 1970-er und 1980-er Jahren aktiv waren, erinnern sich an motivierende Begegnungen mit ihm und an Auftritte mit meist großen Chören in der Öffentlichkeit. Schon durch seine Statur, vor allem aber seine persönliche Ausstrahlung hat er zahlreiche Männer beeindruckt und ihnen das gemeinsame Singen zur Ehre und zum Lob Gottes zur liebgewordenen Aufgabe gemacht. Wir sind gewiss, dass dadurch viele Menschen den persönlichen Weg des Glaubens gefunden haben.
Nach seinem Rückzug aus der MCV-Verantwortung und aus der Leitung des traditionsreichen Männerchors Derschlag, den er allerdings vor kurzem noch einmal "wiederbelebt" hatte und davon begeistert berichtete, war er in den letzten Jahren im Ruhestand mit anderen Aufgaben befasst. Zum letzten Mal trat er in unseren Reihen noch einmal in Weltersbach bei der Feier zum Jubiläum 2008 in Erscheinung, wo er für seine Tätigkeit geehrt wurde.
Wir danken Gott für die lange Zeit, die Jürgen Speitmann in unseren Reihen tätig war, und werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten.
Hans-Ulrich Ambacher, 1. Vorsitzender
Der Oncken-Verlag schreibt dazu unter
www.portal-oncken.de/news/2010/03/17/11273.php
"Danke, dass Ihr Euch hierher nach Dithmarschen verirrt habt!" So der herzliche Dank eines Gemeindepastors. Nein, verirrt hatte sich der Projekt-
So standen für den stimmgewaltigen Chor, bestehend aus 35 Sängern unter der Leitung des Dirigenten Frank Schoeneich, Einsätze in Husum, Barmstedt, Heide
und Norderstedt auf dem Programm. Begleitet wurde der Chor von dem Pianisten Ralf Schneider, der Flötistin Andrea Wiedner und Friedbert Hager am Akkordeon sowie einer ganzen Reihe von
Ehefrauen, die eine treue Unterstützer- und Fangemeinschaft bildeten. Der Empfang in den zum Teil recht kleinen Gemeinden war sehr herzlich und freudig. So wurden wir zum Auftakt in der
Evangelisch-
Die aus nur 35 Mitgliedern bestehende Gemeinde in Barmstedt hatte für das Konzert des großen Chores in eine nahe gelegene Schulaula eingeladen, da ihr Gemeindehaus für die Veranstaltung zu klein war. Und tatsächlich konnten wir ca. 70 Besucher begrüßen, von denen 50% Gäste und Gemeindefremde waren. Welch eine Gelegenheit, Gottes Größe und Liebe zu uns ihnen zuzusingen und zu einem Leben mit Jesus aufzufordern! Das ist das Herzensanliegen aller Sänger des Chores, und das spürte man ihnen beim Singen und Vortragen auch deutlich ab.
"Kommt, wir gehen mit ihm, mit Jesus. Kommt wir gehen mit ihm!" Diese Einladung wurde auch in der Evangelischen Kirche Sankt Jürgen auf dem Marktplatz in Heide weitergegeben. Hier versammelte sich zwar nur eine kleine Zuhörerschaft, aber es war ein Erlebnis, in der schönen Kirche mit ihrer Akustik zu singen, und die Gemeinschaft mit den Geschwistern auch anschließend im Gemeindehaus war sehr herzlich.
Den bewegenden Abschluss dieser Missionsreise bildete ein Gottesdienst in dem neu errichteten und großen Gemeindezentrum der Freien evangelischen Gemeinde in Norderstedt. Lieder, Psalmlesung und Verkündigung ergänzten einander und standen in gut abgestimmtem Wechselspiel. Das gemeinsame Abendmahl mit den thematisch passenden und gefühlvoll gesungenen Liedern des Männerchores bildete sicherlich den Höhepunkt. Der Gottesdienst und somit auch die Reise klang mit dem gewaltigen und erhebenden "Unser Vater" (von Albert H. Malotte) des Chores aus.
Die Gemeinschaft untereinander, die intensiven Gebetszeiten, das Füreinander-Dasein auch in so manchen persönlichen Sorgen und Nöten wie auch ein Ausflug in die Dithmarscher Geest taten den teilnehmenden Sängern und Musikern richtig gut! So tankten sie selber auf, und aus diesem Miteinander heraus konnten auch die Gemeinden ermutigt und überzeugend durch die Lieder zu einem Leben mit Jesus eingeladen werden. "Dem Herrn sei die Ehre: Großes hat er getan!"
Bericht: Dr. Andrea Wiedner
Vom 8. bis 10. Mai 2009 hatte Heinz-Jürgen Arendt in seine Heimatgemeinde, die
Baptistengemeinde
Christlichen
Neben einem bunten Programm, verbunden mit viel Männerchorgesang unter der Leitung von Tammo Buttjes (Oldenburg) und einem Panflötenkonzert (mit leider weniger Zuhörern als erwartet), stand die Delegiertenversammlung der CS-Männerchöre im Vordergrund. Deren Schwerpunkt war die Wahl des gesamten Vorstandes. Als Vorsitzender amtiert jetzt Frank Michel aus Mittelhessen (Heinz-Jürgen Arendt wurde zu seinem Stellvertreter gewählt).
Wir als MCV wünschen uns, dass auch unter der neuen Leitung die bruderschaftliche und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Verbänden weiterhin bestehen bleibt und wir an vielen Stellen gemeinsam zum Lob Gottes beitragen können. Über etliche Jahre hin war Heinz-Jürgen Arendt in Personalunion auch MCV-Missionsbeauftragter und hat sich besonders für die Verbindung zu Gemeinden in Rumänien eingesetzt. Wir haben ihm viel zu verdanken.
Bericht: Hans-Ulrich Ambacher
War das ein frohes Grüßen und Umarmen der Sänger und Gäste, die einander zum Teil seit Jahren nicht gesehen hatten! Etwa 85 Sänger, einige mit Angehörigen, reisten zu diesem Jubiläum bei strahlendem Sonnenschein am Wochenende vom 26. bis zum 28. September 2008 nach Weltersbach ins schöne Bergische Land. Und das sonnige Herbstwetter hielt bis zum Abschied am Sonntag an.
Am Freitagabend begrüßte der 1. Vorsitzende der Männerchor-


Der Samstag war vom Beginn bis zum Ausklang ein herrlicher Festtag, an dem auch die vielen an Haus oder Bett gebundenen Bewohner vom "Pilgerheim Weltersbach" durch Übertragung in die Häuser teilnehmen konnten.

Der Gemeindepastor Christoph Becker leitete den Tag ein mit dem Hinweis auf
Paulus
Zum Festakt war auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Leichlingen, selbst begeisterte Kirchenchorsängerin, mit einem herzlichen Grußwort erschienen.
Einen besonderen Dank sprach der 1. Vorsitzende den Ehrengästen für ihre früheren, oft langjährigen Dienste aus:


Die sechs verdienten Mitarbeiter kamen in kurzen Interviews zu Wort, und unter dem Applaus der Anwesenden wurden ihnen als kleiner Dank die Festschrift und die Jubiläums-Doppel-CD "Singet fröhlich Gott!" überreicht.
In diesem Zusammenhang dankte Hans-Ulrich Ambacher ebenso dem nicht anwesenden Olaf Schmalz für seine Tätigkeit im Liederausschuss und als Bundesdirigent.
Horst Brauner, dem Leiter des JUBAL MusikVERLAGs, Berlin, wurde herzlich gedankt für seine sorgfältige und aufwendig dokumentarische Arbeit bei der Zusammenstellung der Doppel-CD mit ansprechend informativem Booklet.
Diese beiden Tonträger geben die musikalische Entwicklung der Männerchorarbeit seit 1933
mit 54 herrlichen Chorliedern einschließlich der Musik des "Wort-des-
Sowohl die Festschrift als auch die Doppel-CD sind beim Vorstand der MCV käuflich zu erwerben.
Beim Besuch des Altenberger Doms am Nachmittag mit etwa 125 Teilnehmern wurden nach der Einführung in die interessante Architektur und die wechselhafte Geschichte des Doms 3 Männerchorlieder gesungen.
Die enorm starke Akustik verstärkte den großen Klangkörper, verwischte allerdings gleichzeitig die Texte.




Am Abend folgte dann das Konzert in der Christuskirche mit 85 Sängern. Elf Lieder wurden dargeboten, von Frank Schoeneich und Heinz-Jürgen Arendt dirigiert, während Friedel Bünz moderierte.
Hier konnte natürlich nicht, wie bei den beiden CDs, ein so umfangreiches Spektrum erreicht werden, wenngleich manch einer sich das angesichts des großen Chores gewünscht hätte.

Die Zuhörer waren begeistert und forderten mit ihrem anhaltenden Beifall eine Zugabe heraus.
War die Christuskirche beim abendlichen Festkonzert schon voll besetzt, so war der Raum beim Festgottesdienst am Sonntagmorgen bis in den letzten Winkel von den Sängern, der Gemeinde und den Gästen gefüllt.
Pastor Becker leitete durch den Gottesdienst. Bei der missionarischen Einsatzfreudigkeit der Männerchöre konnte es keine bessere Wahl geben, als Pastor Wilfried Bohlen, Dienstbereichsleiter für Mission in unserem Bund und außerdem ehemaliger Männerchor-Sänger, um den Predigtdienst zu bitten.
Er legte seiner Predigt über die "Schlüsselfunktion Jesu" den Text aus
Offenbarung 1,17f
Eindrucksvoll waren auch hier die Lieder des Chores.
Wie am Vorabend brillierte Heiko Hackländer (dessen Vater und Großvater im Chor mitsangen) am Flügel, ein hervorragender Pianist, der als Männerchorsänger kenntnisreich exakt mit dem Chor harmonierte.
Nicht vergessen werden soll schließlich der Dank an Udo Weidner, Remscheid, den 2. Vorsitzenden, der die Vorbereitung und Organisation dieses Jubiläums im Wesentlichen in der Hand hatte und dabei von seiner Frau unterstützt wurde.
Beim Abschied am frühen Nachmittag zeigte sich auch die große Freude bei den Sängern über das gelungene Wochenende in der großen Chorgemeinschaft im Gegensatz zu der oft mühsamen Arbeit daheim im kleinen Chor.
Und dann kommen die Gedanken: Wie wird es in 25 Jahren sein?
Sicher ist, dass viele der Teilnehmer nicht mehr dabei sein werden.
Sicher ist aber auch, dass das gemeinsame "Singet fröhlich Gott!" nie enden wird.
Bericht: Rolf Sturhahn
Bilder: freundliche Leihgabe, MC Bochum-Hermannshöhe
Der Oncken-Verlag schreibt dazu unter
www.portal-oncken.de/news/2008/10/08/5709.php
Zur Startseite der Männerchor-Vereinigung unter www.mcv-web.de